Die elfte Station - Klänge für Michaelis
Ubi caritas et amor, Deus ibi est.
Wo die Güte wohnt und die Liebe, da ist Gott.
Die gregorianischen Choralmelodien sind uralt - diese hier ist möglicherweise um 800 erdacht und ersungen, möglicherweise um 1100 zum ersten Mal aufgeschrieben. Aus dem Hymnus „Ubi caritas et amor“ macht Maurice Duruflé 1960 seine berühmte Motette. „Klänge für Michaelis“ - die elfte Station eines Theaterspaziergangs und gleichzeitig ein eigenständiges Konzert - setzt den gregorianischen Choral an den Anfang und ans Ende und die Motette ins Zentrum. Die Auseinandersetzung mit Choral und Motette wird einerseits bestimmt durch den Raum, der in allen seinen Klangmöglichkeiten erfahrbar wird, andererseits durch die Kreativität der beteiligten Musiker - Musiker, die „normalerweise“ in ganz verschiedenen Welten zu Hause sind.
Die drei Musiker Josef Götzl (E-Gitarre), Markus Neumann (Kontrabass, E-Bass) und Timo Warnecke (Schlagzeug) bilden den Kern der Band „JH Experience“. Allen dreien, die auch noch in vielen anderen Ensembles spielen und anderen musikalischen Interessen folgen, geht es dabei vor allem um den kreativen „spirit“ improvisierter Musik.
Katariina Lukaczewski studiert Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und arbeitet als zweite Kirchenmusikerin an der St.-Andreas-Kirche Hildesheim. Ihr Interesse gilt außer dem klassischen Orgelrepertoire auch experimentellen Formen und der freien Improvisation.
Der Knabenchor Hildesheim ist einer der vielseitigsten Knabenchöre Deutschlands - die Aktivitäten reichen vom satirischen Szenischen Liederabend „Männerchor“ bis zum barocken Oratorium, von der Zusammenarbeit mit dem Göttinger Symphonieorchester bis zum Konzert mit dem Ensemble „Salonlöwen“.
Rigulf Nemitz beschäftigt sich seit 2001 mit der Erforschung der Klangwelten des Gongs und arbeitet sowohl im Ensemble „ZhongLines“ als auch solistisch und, in letzter Zeit vermehrt, als Theatermusiker.
Katharina Pfänder und Lisa Stepf gründeten das intermediale Streichquartett „Quartett Plus 1“, das projektweise mit unterschiedlichen Künstlern zusammenarbeitet. Die Untersuchung der Schnittstellen zwischen den Künsten und das Entwickeln interdisziplinärer Aufführungsformate steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Wolfgang Volpers arbeitete und arbeitet als Musikpädagoge, Musikwissenschaftler und Regisseur. Seit fast 25 Jahren leitet er, gemeinsam mit Paul Martin Schencke und Andrea Schäl (Stimmbildung), den Knabenchor Hildesheim.