Chronik bis 2001

    wird demnächst fortgeführt

Januar/Februar 1988

Überlegungen im Sängerkreis Hildesheim zur Gründung eines Knabenchores – von Vorsitzendem Fritz Pagel und Jugendwart Lothar Wedekind angestoßen – werden immer konkreter (ein Hauptmotiv der Sängerkreis-funktionäre: die Überalterung der Männerchöre)
4.3.1988 Erste „Probe“ mit etwa 60 Jungen, die sich auf Grund von Zeitungsartikeln und Werbung in Schulen für den Knabenchor interessieren
April 1988 Aufnahme der regelmäßigen Arbeit; Wolfgang Volpers, Musiklehrer am Gymnasium Andreanum, stößt zum Gründungsteam hinzu
Dezember 1988 Christuskirche auf dem Moritzberg in Hildesheim: der neuformierte Knabenchor singt, in einem Adventskonzert des Sängerkreises, zum ersten Mal in der Öffentlichkeit
April 1989 Premiere von „Pique Dame“ im Stadttheater Hildesheim – und damit Beginn einer wundervollen Freundschaft: zum ersten Mal treten Jungen des Knabenchores Hildesheim in einer szenischen Produktion auf
Oktober 1989 Auftritt des Chores beim Derneburger Schlosskonzert: „Im Vergleich zu den anderen Chören war dem Knabenchor deutlich die Erfahrung anzumerken, die er in den achtzehn Monaten seines Bestehens gesammelt hat“!!
Dezember 1989 Beginn einer Tradition – das erste selbstständige Adventskonzert des Chores wird in der Presse gefeiert: „Klangschönheit und Reinheit der Intonation lassen auf dem gegenwärtigen Stand der Aufbauarbeit keine Wünsche offen. Großer Applaus.“
Oktober 1990 Konzert mit „Liedern und Tänzen des 16. Jahrhunderts“ in Hildesheim und in Sangerhausen
März 1991 Zum ersten Mal: der Cantus firmus im Eingangschor der Bachschen Matthäuspassion – in „voller Größe und Schönheit“ (HAZ) in der Michaeliskirche
Dezember 1991 Überfülltes Adventskonzert in der Jakobikirche – die Presse merkt verwundert an, dass die Jungen „alle Stücke ohne gravierende Fehler zu Gehör brachten“...
Juni 1992 Der Chor wird begehrt: Auftritte bei so hochkarätigen Veranstaltungen wie der Eröffnungsfeier der Hildesheimer Schützengesellschaft und dem hundertjährigen Jubiläum eines Hildesheimer Tennisvereins ...
Dezember 1992 Das alljährliche Adventskonzert zum letzten Mal in St. Jakobi: „Die Herzen flogen den Sängern des Hildesheimer Knabenchores zu.“
April 1993 „Nach fast drei Stunden zeigte sich das Publikum eher erleichtert als begeistert“, so die (hannöversche) HAZ nach der Premiere von Brittens „Sommernachtstraum“ – für die Knaben waren die Auftritte als Elfen eine ihrer Sternstunden. Die überregionale Kritik („Opernwelt“) ist überrascht „über die zarten Klangvaleurs, zumal der ganz ausgezeichnete Knabenchor Hildesheim es weder an Wortdeutlichkeit noch an Tragfähigkeit fehlen lässt“.
Juni 1993 Anlässlich des Konzerts zum fünfjährigen Jubiläum erklärt Hildesheims Bürgermeisterin: „Ihr seid eine Bereicherung des Hildesheimer Kulturlebens, auf die wir nicht mehr verzichten können!“
September 1993 Erste Chorreise – vergleichsweise bescheiden geht es nach Odense auf Fünen, Uffe Most sei Dank!
Herbst 1993 Chorgründer Lothar Wedekind nimmt Abschied von „seinem“ Chor, um sich seinen zahlreichen Aufgaben als Chorleiter und Klavierpädagoge besser widmen zu können
Dezember 1993 Plötzlich wird eine ganz neue Ebene erreicht: der Knabenchor fungiert als „Vorgruppe“ der Wildecker Herzbuben in der hiesigen Sporthalle ...
Juni 1994 Zum ersten Mal „Es prangt den Morgen zu verkünden“ – sechs Knaben des Chores treten, in A- und B-Besetzung, in Mozarts „Zauberflöte“ im Hildesheimer Stadttheater auf
Juli 1994 Mit Vivaldis „Gloria“ „begeistert der Hildesheimer Knabenchor“ in der Lambertikirche
Oktober 1994 Erster gemeinsamer Auftritt mit dem Kehrwieder-Kinderchor unter Hans-Dieter Lubrich – das erste von mittlerweile einer Reihe von gemeinsamen Projekten
Okt./Nov. 1994 Fast ein Debakel: zwei Tage vor dem Abflug nach Israel sprengt sich in einem Bus in Tel Aviv ein palästinensischer Attentäter in die Luft; unter dem Eindruck des schrecklichen Ereignisses sagt die Hälfte der jüngeren Chormitglieder die Reise ab – der Rumpfchor reist trotzdem und erlebt wunderschöne und tief beeindruckende Tage
Dezember 1994 Im Adventskonzert in der Michaeliskirche zeigt sich der Chor als „ausgereifter, künstlerisch ausgefeilter, dynamisch und klanglich präsenter Klangkörper“ – die Männerstimmen gewinnen Gewicht: „Das Männerstimmenregister, das noch vor einiger Zeit vorsichtig die Mutation abstreifen musste, ist nun ein Instrumentarium von profunder Klangqualität geworden.“
März 1995 Gedenkkonzert am 50. Jahrestag der Zerstörung Hildesheims in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs: drei Chöre und zwei Orchester schließen sich zu Brittens „War Requiem“ zusammen
Juni 1995 Zum ersten Mal „Amor volat undique“ – der Knabenchorpart in Orffs „Carmina burana“, „un poco impertinente“ gesungen
Dezember 1995 Knabenchormitglieder in der Weihnachtsoper „Amahl und die nächtlichen Besucher“ von Gian-Carlo Menotti: als Beleuchter, als „Pagen“ und vor allem in der Hauptrolle (der zwölfjährige Konradin Seitzer, dessen Gesang „direkt ins Herz geht“) – die Inszenierung besorgt Chorleiter Wolfgang Volpers selbst
Dezember 1995 Die „Böhmische Hirtenmesse“ in der Michaeliskirche wird ein „rauschender Erfolg“ – auch wenn der Zeitungskritiker die „Untiefen der Rybaschen Partitur“ nicht so goutiert wie das Publikum ...
März 1996 „Matthäuspassion“ in der Andreaskirche, Leitung Bernhard Römer
April 1996 Humperdincks „Königskinder“ geht mit „liebreizenden, sauber gesungenen Kinderchor-Szenen“, die im wesentlichen von unseren Knaben getragen werden, über die Bühne des Stadttheaters
August 1996 Der Chorleiter verwirklicht eines seiner Lieblingsprojekte, ein Konzert nur mit Werken von Heinrich Schütz: „Wer Ohren hat zu hören, der höre“ heißt das Schlusskonzert der „Sommerlichen Kirchen-musik“ in der Michaeliskirche, das auch in CD-Form dokumentiert ist
August 1996 „Carmina burana“ „Amor volat undique“ für die Jungs und „In taberna quando sumus“ für die Tenöre und Bässe. Wegen der kühlen Witterung muss die Aufführung unter der Leitung von Werner Seitzer statt im Domhof in der Sporthalle Pappelallee stattfinden ...
September 1996 Nicht nur das Tennis, auch der Fußball braucht unseren Chor. Jedenfalls begeht der Niedersächsischen Fußballbund sein 50jähriges Jubiläum mit einer für diesen Anlass geschriebenen Fußballkantate von Peter Gerloff. Egidius Braun, Präsident des Fußballbundes, dankt dem Chor persönlich mit Handschlag.
Dezember 1996 Adventskonzerte: in Petri-Pauli in Bad Münder mit „souveräner vokaler Gestaltung“, in St. Michaelis zu Hildesheim mit „Ding-Dong und engelgleichem Schweben“ ... Unmittelbar nach dem Konzert in Hildesheim fährt ein Bus die Knaben nach Hannover zu einem Auftritt in der Fernsehsendung „Wetten dass“ – der Chor singt vor 13 Millionen Zuschauern!!
Juni 1997 Auftritte bei der „Musik zur Marktzeit“ und, gemeinsam mit Rondo vocalis“, in der Universität (Liebeslieder-walzer von Brahms)
Oktober 1997 In St. Godehard: das Requiem von Gabriel Fauré
Oktober 1997 Herbstreise des Chores auf die Insel Malta, mit fünf kleinen Konzerten
Dezember 1997 Adventskonzert in St. Michael mit bunt-gemischtem Programm: von „Herbei, o ihr Gläubigen“ bis zur „Ceremony of carols“
Januar 1998 Auftritt beim Neujahrsempfang der Stadt Hildesheim in der Rathaushalle
März 1998 Bei einem Konzert mit „Frühlingsstimmen“ zugunsten des „Godehardeums“ bestreitet der Chor dem „Löwenanteil“ des Konzertes
Mai 1998 Auftritt im Stadttheater zugunsten der Partnerschule des Scharnhorstgymnasiums
Juni 1998 Das dritte Benefizkonzert des Jahres: diesmal mit dem Männerchor Hildesheim, wieder im Stadttheater und zugunsten desselben: „Das poppige Finale, von Volpers arrangiert und dirigiert, geriet zum umjubelten Hit.“
Juli 1998 Der gesamte Chor singt als einer von dreizehn Chören zwei Aufführungen von Mahlers achter Sinfonie unter der Leitung von Christian Simonis, in Göttingen und Hameln
Juli 1998 Längst hat sich der Chor in einen Vorchor und einen Hauptchor aufgeteilt: die Kleinen nehmen erfolgreich an einem Konzert der Kinder- und Jugendchöre im Sängerkreis teil.
Oktober 1998 Zehnjähriges Jubiläum!! Das Konzert gemeinsam mit dem Kehrwieder-Chor beginnt mit der Uraufführung einer „Incantatio“ für einstimmigen Männerchor, in der viele Ehemalige des Knabenchors und zehn Hände an fünf Klavieren mitmachen
Dezember 1998 Trotz „Intonationsproblemen in der Kantate von Andreas Hammerschmidt“ zeigen die Adventskonzerte in Hildesheim und Alfeld, dass die „Gesangstechnik sich weiter verbessert hat und die Ausdruckskraft gereift ist
März 1999 Der Knabenchor ist eine „erhebliche Bereicherung der Aufführung“ der Matthäuspassion in St. Michael unter der Leitung von Gunnar Kühl
Juni 1999 Sommerkonzert mit „Salve Regina“, „Simple gifts“ und der mystischen Hildesheimer Rose ...
Oktober 1999 In Göttingen erste Aufführung des Requiems von Michael Haydn, gemeinsam mit dem dortigen Knabenchor, unter der Leitung von Stefan Kaden
Oktober 1999 Die geplante Herbstreise nach Litauen platzt wegen eines Beinbruchs des Chorleiters (an einem Freitag den Dreizehnten) – Paul Martin Schencke, schon seit längerem zweiter Chorleiter, führt den Chor zu einem „überzeugenden Klang“
Dezember 1999 Adventskonzerte in St. Michaelis in Hildesheim und St. Nicolai in Alfeld: von der „Tiroler Herbergssuche“ über die Uraufführung der „Sequenz von der Geburt des Herrn“ von Alexander Frobenius (mit der „herrlich-warmen“ Stimme von Gesine Frank, die schon lange als Stimmbildnerin des Chores mitarbeitet) bis zum afrikanischen „Betelehemu“
April 2000 Wieder ein gemeinsames Konzert mit dem Kehrwieder-Kinderchor unter der Leitung von Hans Dieter Lubrich
Juni 2000 Mitgliederschwäche im Hauptchor: bei einem „Konzert zum Kirchweihjubiläum“ in der Herderkirche in Weimar wird der Chor von sechs Damen der Jugendkantorei St. Lamberti unterstützt
August 2000 Im Christus-Pavillon auf der Expo
September 2000 „Glückliche Synthese zweier Ensembles“: die Knaben-chöre aus Göttingen und Hildesheim „brillieren“ beim Deutschen Mozartfest in der Hildesheimer Godehard-Basilika. Neben Mozart eine Folge von „Ave verum“-Kompositionen durch die Jahrhunderte und wieder das Requiem von Michael Haydn, nun unter der Leitung des Hildesheimer Chorleiters
Dezember 2000 „Adventliche Vielfalt der Stimmen“: der Knabenchor begeistert die Zuhörer in der ausverkauften Michaeliskirche
Februar 2001 Auftritte der Sopran- und Altstimmen bei Dürrenmatts „Herkules und der Stall des Augias“ im Rathaus
Mai 2001 Die Schulmeisterkantate, bei den Hildesheimer Telemann-Festtagen
Juni 2001 Wieder einmal „Carmina burana“ – diesmal im Hannoveraner Kuppelsaal mit dem dortigen Hochschulchor unter der Leitung von Tabea Fischle
August 2001 „Mozart für Kinder“ bei den Fredener Musiktagen (auch im Rundfunk übertragen) mit drei „stimmschönen“ Knaben unseres Chores
August 2001 Uraufführung des „Szenischen Liederabends“ „Galgenberg“ nach Christian Morgenstern – umjubelt und seitdem immer wieder ausverkauft: ein „amüsanter Liederreigen mit Gruseleffekt“
Dezember 2001 Ein Adventskonzert der besonderen Art: die bekannten Evergreens des Chores zusammen mit einigen Neuheiten, diesmal begleitet von den vier Cellisten der Berliner Cellharmoniker, dokumentiert auf CD
 

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