Chorleitung

 

Wolfgang Volpers, Chorleiter

Dr. Wolfgang Volpers Am 22. Dezember 1952 wurde ich in Holzminden geboren (das Geburtsdatum war immer ärgerlich, da die Geschenke zum Geburtstag und zu Weihnachten von den Eltern "aus organisatorischen Gründen" zusammengezogen wurden). Mit elf Jahren bekam ich eine Gitarre in die Hände gedrückt, spielte aber nicht die ersten Songs der Beatles, sondern Klassiker wie Carulli, Carcassi und Sor. Weil das sehr gut ging, bekam ich mit zwölf Jahren zusätzlich zur Gitarre noch eine Geige in die Hand gedrückt und spielte die fünf Bände der Geigenschule von Erich Doflein durch. 1971 machte ich Abitur mit achtzehneindrittel Jahren und begann im Herbst dieses Jahres das Studium der Schulmusik.
An der Hannoveraner Musikhochschule musste ich die Träume von der großen Geigenkarriere begraben und sattelte auf Bratsche um. In Chor- und Orchesterdirigieren erhielt ich Unterricht von Fritz von Bloh und Heinz Hennig. Nur unterbrochen durch den Zivildienst machte ich 1977 das erste Staatsexamen, nachdem ich vorher schon die Arbeit als Musiklehrer und als Kantor in meiner Heimatstadt aufgenommen hatte. Die folgenden Jahre lebte ich von diesen Teilzeitjobs, beendete das Studium der Germanistik und arbeitete als Regieassistent und Regisseur im Opernbereich. 1984 platzte die Finanzierung eines Opernprojekts und ich begann, eigentlich nur um die Zeit zu überbrücken, das Referendariat am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Hannover. Das machte mir wider Erwarten so viel Spaß, dass ich die Regie- und andere Pläne aufgab und endgültig in den Schuldienst ging. 1986 kam ich dann an das hiesige Gymnasium Andreanum. 1988 wurde ich von Lothar Wedekind gebeten, in dem von ihm erdachten und vom Sängerkreis Hildesheim gegründeten Knabenchor Hildesheim mitzuwirken und bin auch tatsächlich von der zweiten Probe an dabei gewesen.
Seitdem bin ich dieser Institution in einer Art Hassliebe (Hass wegen der Finanznöte, wegen der unpünktlichen Chorknaben usw. usw.) verbunden. Dass der Chor sich nicht nur so lange halten, sondern so prächtig entwickeln würde, haben wir damals nicht zu träumen gewagt. Der Blick auf den gemeinsam zurückgelegten Weg erfüllt mich mit Stolz und mit Vorfreude auf das, was die Zukunft uns noch bringen mag.
W. V.

Siehe auch: Pressespiegel: Dritter Preis für Wolfgang Volpers


Paul Martin Schencke, Chorleiter

Am 12. Januar 1965 wurde ich in Hannover geboren und verbrachte meine Kindheit und Jugend in Marienwerder (am nordwestlichen Stadtrand der Landeshauptstadt gelegen, dort der günstigen Miete wegen zwölf wunderbare Jahre mit der Familie in einer Riesenwohnung in einem evangelischen Frauenkloster mit einem Riesengarten) und in Garbsen (fast nebenan, aber dann in einem normalen Einfamilienhaus).
Neben der üblichen Schullaufbahn von Grundschule über Orientierungsstufe (dort als eines der ersten Versuchskaninchen dieses Schulmodells) und Gymnasium bis zum Abitur war das Leben angefüllt mit Musik, Musik und noch mal Musik: Mit vier Jahren ging es los. Erst zwei Jahre "Musikalische Früherziehung" an der Musikschule Hannover, dann sechs Jahre Chorknabe im Knabenchor Hannover (2. Sopran bis zum Stimmbruch!), parallel dazu neun Jahre Klavierunterricht, anschließend Orgelunterricht und Ausbildung zum nebenamtlichen Organisten und Chorleiter (D- und C-Prüfung) sowie Ausübung beider Ämter in der Klosterkirche Marienwerder (seit November 1982 bis heute) führten zum Studium der Schulmusik an der Musikhochschule und dem der Germanistik an der Universität Hannover. Ab dem dritten Schulmusik-Semester durfte ich dann (als eine weitere Nebenbeschäftigung) im Knabenchor Hannover wieder einsteigen und einen sog. "Mutantenkurs" leiten. Dabei handelte es sich nicht um Unterricht für Zombies oder Außerirdische, sondern schlicht für Jungen in der Stimmbruchphase, denen eine Art Musikunterricht zu Teil wurde, nur etwas freier als an einer Schule und zugeschnitten auf die Bedürfnisse ehemaliger Knabenchorknaben.
Durch mein Referendariat verschlug es mich dann nach Hildesheim ans Andreanum, wo ich wieder viel Musik machen durfte und mich - nicht zuletzt durch den kirchlichen Hintergrund - schnell heimisch fühlte. Nach abgeschlossenem zweiten Staatsexamen wurde ich nach einer kurzen Wartezeit (ca. neun Monate!) wieder ans Andreanum gerufen. Nach dem eigentlichen Berufsstart (August 1996) stellte sich bald heraus, dass der Knabenchor Hildesheim einen zweiten Chorleiter (vor allem am Klavier) benötigte. So entschloss ich mich, meine Tätigkeit im Hannoverschen Knabenchor aufzugeben und hier beim Hildesheimer Knabenchor anzufangen. Eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereut habe.
P. M. S.


Gesine Frank, Stimmbildnerin

Gesine Frank Geboren und aufgewachsen in Hannover, dort auch Studium der Schulmusik und Geschichtswissenschaften. Referendariat in Wilhelmshaven, Fortsetzung privater Gesangsstudien. Rückkehr nach Hannover, neben ersten Gymnasialerfahrungen Tätigkeit als Chorleiterin, Stimmbildnerin, Klavier- und Flötenlehrerin. Erste (richtige) Stelle in der schönen Stadt Holzminden (!) im Weserbergland, neben der Schule Ausweitung der solistischen Tätigkeit im oratorischen Bereich , z.B. in Passionen, Oratorien und Kantaten von Bach, Händel, Mendelssohn und anderen. Seit 1993 Musikpädagogin am Andreanum in Hildesheim. Mitarbeit im Knabenchor Hildesheim als Stimmbildnerin seit 1994, zahllose Soli in Knabenchorkonzerten wie z.B. im Requiem von Michael Haydn.
G. F.


Andrea Schäl, Stimmbildnerin, Leiterin des Vorchores

Andrea02 freiberuflich tätig als Konzert- und Oratoriensängerin, Stimmbildnerin bei der Hildesheimer Dommusik, dem Wolfsburger Frauenchor, bei den "Tagen Alter Musik" in Georgsmarienhütte u.a., Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen an Bildungseinrichtungen und Workshops zur Atem- und Stimmtechnik, Dozentin im Fach Gesang in der Ausbildung nebenberuflicher Kirchenmusiker und Mitarbeit u.a. in Studien zur stimmlichen Ausbildung von ErzieherInnen an Kindergärten. Im Knabenchor tätig als Leiterin des Vorchores und als Stimmbildnerin. Sopransolistin in vielen Knabenchorkonzerten, zuletzt in der Weihnachtsmesse "Nuestra Navidad" von Ariel Ramirez.
A. S.


Andrea Gonschior, Stimmbildnerin, Leiterin der "Minisingers"

Andrea Gonschior Geboren in Oldenburg i.O., aufgewachsen in Mellendorf (nördlich von Hannover). Ab 1985 Studium der Schulmusik an der Musikhochschule und der Romanistik (Französisch) an der Universität in Hannover. Dort auch Aufbaustudiengang Chor- und Ensembleleitung sowie anschließend Referendariat an der Sophienschule. Parallel von 1986-1995 Unterrichtstätigkeit an der Musikschule Wedemark e.V. als Klavierlehrerin und Leiterin des Kinderchores (habe ich sehr gerne gemacht und im Herbst 1995 "weinenden Auges" abgegeben). Tätigkeit als Stimmbildnerin im Erwachsenen- und Jugendchorbereich. Halbjähriger Einsatz als "Feuerwehrlehrkraft" am Gymnasium Syke inkl. Leitung einer Bigband (eine sehr interessante Erfahrung für eine Nicht-Bläserin). Seit 1.8.1995 Musikpädagogin am Goethegymnasium Hildesheim. Stadt und Schule habe ich schnell kennen und lieben gelernt. Im Knabenchor tätig als Leiterin der "Minisingers" seit Juni 2003, eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue.
A. G.


Daniel Schäfer, Stimmbildner

Ich wurde 1985 in Braunschweig geboren. Aufgewachsen und zu Schule gegangen bin ich aber in Hildesheim, wo ich eine umfassende musikalische Ausbildung in Violine, Viola und Kirchenorgel erhielt. Von 1991 bis 2006 war ich selbst aktiver Sänger im Knabenchor Hildesheim. Nach der Schulzeit und einem einjährigen Praktikum der Dramaturgie/Musiktheater am Theater für Niedersachsen, Hildesheim, begann ich 2006 mein Studium im Fach Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater, Hannover, bei Prof. Norma Enns und setze dieses seit 2009 bei Prof. Dr. Peter Ling fort. Ich bin Mitglied verschiedener Konzertchöre und kammermusikalischer Ensembles, wie z.B. dem Chamber Choir of Europe, mit regelmäßigen Auftritten im europäischen Ausland. Diverse Konzertreisen haben mich so unter anderem nach Italien, Griechenland, Polen und Israel geführt, wo ich mit Dirigenten wie Michael Boder, Nicol Matt und Trevor Pinnock zusammenarbeitete. Seit 2009 bin ich Stipendiat der Musikerförderung des Cusanuswerks und des Richard Wagner Verbands. Im Knabenchor Hildesheim betreue ich seit Anfang 2009 die Männerstimmen.

D. S.


Irmgard Nolte-Schlegel, Vorstandssprecherin

geb. am 17. April 1965 in Aachen, wuchs im Rheinland auf (wo noch anständig Karneval gefeiert wird!). Während die gesamte Familie in drei Generationen irgendwann mal die Kölner Musikhochschule durchlief, entschied sie sich für ein Medizinstudium und arbeitet jetzt als Neurologin in einer Hildesheimer Praxis – was sie bis heute nicht bereut. Dem Ältesten ihrer drei Söhne gefielen beim Hildesheimer Schützenumzug die Fähnchen des Knabenchores so gut, dass er mitmachen wollte (s. Karneval). Die beiden anderen Söhne folgten kurz darauf. Seit Anfang 2009 ist sie im Knabenchorvorstand aktiv, bestens vorbereitet durch das Leben in einem Vier-Männer-Haushalt.

I. N.-S.

 

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